Möchte man in Deutschland Waren oder Dienstleistungen verkaufen oder mit diesen handeln, so ist man gesetzlich dazu verpflichtet ein Gewerbe beim Gewerbeamt anzumelden.
Die Selbstständigkeit, auch Existenzgründung genannt, ist oft der einzige Weg um sich selbst und seine Ideen zu verwirklichen. Viele Gründe sprechen für eine berufliche Selbstständigkeit. Man sollte aber auch die negativen Seiten der Selbstständigkeit im Hinterkopf haben und sich genau überlegen, ob man tatsächlich für eine Existenzgründung geeignet ist.
Die Realisierung einer beruflichen Selbstständigkeit wird allgemein als Existenzgründung bezeichnet. Vielmehr sollte es jedoch als eine Unternehmensgründung sehen, denn im wirtschaftlichen Sinne ist es dies in den meisten Fällen.
Am 01.11.2008 wurde die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) in Deutschland im Rahmen zur Reform des GmbH-Rechts durch das Modernisierungs- Gesetz des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) als existenzgründerfreundliche Abwandlung zur bisherigen GmbH ins Leben gerufen (§ 5a GmbHG). Umgangssprachlich wird die UG (haftungsbeschränkt) manchmal als „Mini-GmbH“ bezeichnet.
Unter dem Begriff Unternehmensgründung wird die Gründung eines Unternehmens verstanden. Hierbei wird häufig ein Unterschied zwischen dem Aufbau kleinerer Unternehmungen und Unternehmungen jenseits des Mittelstandes (Kapitalgesellschaften) gemacht. Bei Ersteren wird in der Regel von Existenzgründungen gesprochen.
Franchising ist eine besondere Form der Selbstständigkeit. Dabei existiert ein Vertrag zwischen dem Franchisenehmer und dem Franchisegeber. Der Franchisegeber stellt dem Franchisenehmer ein Geschäftskonzept zur Verfügung und stellt diesem ein Entgelt in Form der Franchise-Gebühr in Rechnung.
In den letzten Jahren haben sich viele Menschen zu dem Schritt durchgerungen, sich selbständig zu machen, weil oftmals auf dem Arbeitsmarkt keine Chancen mehr für eine Anstellung gegeben werden. Gründe für das Selbständig machen können sein, dass man für die potentiellen Arbeitgeber zu alt ist, nicht qualifiziert genug oder was auch vorkommen kann, überqualifiziert ist. Um dann nach der Arbeitslosigkeit nicht in die Hartz IV Falle zu gelangen, wagen immer mehr Menschen den Schritt ins Ungewisse, nämlich sich "selbständig machen". Natürlich sollte sich jeder vorher dem Schritt kritisch fragen, ob er viel arbeiten möchte und auch das Risiko eingehen will mit einem ungewissen Einkommen zu leben.